Die Neuapostolische Kirche Österreich

Bezirk Linz (Oberösterreich)

Bibelabend mit Apostel i.R. Rudolf Kainz in der Kirchengemeinde Steyr
15.12.2017 / Steyr
Thema des Bibelabends in Steyr war das Wort aus dem Paulusbrief „Das Böse ist überall, das Gute hat keinen Platz“

Auszüge aus dem Vortrag von Apostel i.R. Kainz:

Anscheinend ist das Böse tatsächlich immer und überall – und setzt sich durch. Selbst der Apostel Paulus stellte fest, dass er das Gute zwar will, aber nicht tut, und das Böse zwar nicht will, und doch passiert es.
Wenn man allein die Medien verfolgt, stellt man fest, wieviel Böses auf dieser Welt geschieht.
Ob es Naturkatastrophen sind, Kriege, Terror oder die Katastrophen im Kleinen: häusliche Gewalt – Bösartigkeiten, die Menschen sich untereinander erweisen – Wortkriege – Demütigungen – Affären mit ungeahnten Folgen für die Familie - einfach alles, was unter den Begriff „böse“ fällt und etwas vermissen lässt – die Liebe, die Empathie. Und welche Leiden hier in der Summe zu tragen sind, erfasst keine Statistik. Die Prophezeiung Jesu vom Erkalten der Liebe (Matth 24,12) scheint sich in unserer Zeit immer mehr zu bewahrheiten.

Was kann der Mensch gegen das Böse tun?
Der Mensch ist nicht in der Lage, das Böse aus der Welt zu schaffen. Das wird Jesus tun, wenn er zur Aufrichtung seines Friedensreiches auf die Erde kommt, auf welcher der Böse bzw. das Böse in der Zeit der großen Trübsal sein Unwesen treibt (vgl. z.B. Offb 13), und ihm „mit dem Hauch seines Mundes“ (2.Thess 2,8) ein Ende bereiten wird.

Eines kann und muss der Mensch gegen das Böse, das in ihm, bedingt durch die Geneigtheit zur Sünde schlummert, tun: Dagegen ankämpfen! Gott machte schon einen Kain darauf aufmerksam, dass er es selbst in der Hand hätte, das Böse zu meiden, indem er über die Sünde herrschen möge (1.Mose 4,57).
Eine besondere Hilfe, gegen das Böse im eigenen Herzen anzukämpfen, ist dem Christen in dem Gebet Jesu, dem "Vater Unser", gegeben, indem er zwei Bitten ausspricht, wie er vom Bösen frei wird:
„Und führe uns nicht in Versuchung (1), sondern erlöse uns von dem Bösen (2)“

Ergänzt wurden die Ausführungen von Apostel i.R. Kainz mit Hinweisen auf die Wirkung der Sakramente und dem Hinweis:
"Wir können und sollen das Gute in die Welt hineintragen, indem wir «unser Licht» vor den Menschen leuchten lassen, d.h. unter anderem auch, nicht Böses mit Bösem vergelten."

Werner Degenfellner | Barbara Altmüller