Die Neuapostolische Kirche Österreich

Bezirk Linz (Oberösterreich)

Adventkonzert in der Gemeinde Steyr
03.12.2017 / Steyr
Liebende Hände hatten den ganzen Saal weihnachtlich geschmückt. Auf jedem Fenster leuchtete eine Kerze auf den natürlichen Kerzenhaltern aus Baumstämmchen, umgeben vom Grün der Tannenzweige und blühenden „Schneerosen“. Sie gaben dem ganzen weihnachtlichen Out-fit ein besonderes Gepräge.

Der große, fast bis zum Plafond reichende Weihnachtsbaum ließ ahnen, dass Weihnachten nicht mehr weit war, festlich geschmückt stand er dort. Die Mitglieder der Kirchengemeinde, wie auch Gäste und die Mitwirkenden freuten sich auf das kommende Programm.

Dieses reichte von Liedbeiträgen des gemischten Chores, des „Jungen Chores“ und des Kinderchores über Beiträge des Männer- und eines Doppelquartetts bis zu Musikbeiträgen eines Blechbläser-Duos und Blockflöten-Trios sowie zwei Musikstücken für Oboe und Gitarre. Eine wirklich beeindruckende Leistung der Sänger, Musikanten und Kinder, die in dieser Stunde alle Anwesenden in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzten.

Es war ein abwechslungsreiches Programm, in welchem auch ein sehr tiefsinniges Mundartgedicht nicht fehlte. Der Text kann hier nochmal nachgelesen werden - Eilbrief an das Himmelspostamt:
Liebes Christkind!
Erinnerst du dich noch an mich? Als Kind hab ich immer an Wunschzettel ins Fenster gestellt und du bist obagflogn auf d’Welt und hast mir in der Heilign Nacht zum Christbaum die Geschenke bracht.
Dös war a großer Augenblick in mein bescheidnen Kinderglück und ich denk noch voll Wehmut dran, dass ich dös nimma zurückholn kann. Es war meist nur a Kloanigkeit, aber die hat mir mehr bedeit als heut die unnötigen Sachn. Ich mecht dir ja koan Vorwurf machen, denn du kannst wirklich nix dafür, dass uns so guat geht wir nu nia.
Schau vorbei bei uns dahoam. In jedem Haus is sche und woarm, wir haben an Fernseher vorm Bett, DVD und Internet, a Auto, dös alle Stückl spielt, die Supermärkte san befüllt mit Zeigs wia im Schlaraffnland und d’Möbel und dös neue Gwand san nächstes Jahr scho wieder alt.
Für ois, was nimma schmeckt und gfallt, muass sofort was Neues her. Nur unsre Herzen, die werdn leer. Mia san so reich, es is ois da, doch irgendwie geht uns was ab. Wir haben im Überfluss vergessn, wia guat a oafachs Mittagessn und a truckas Stückerl Brot schmeckt, wann ma an Hunger hat.
Sag, Christkindl, kannst denn du nix toa, dass wieder wird, wias früher war? Du woaßt bestimmt, warum fü Leut so traurig werdn zur Weihnachtszeit.
Die Frag, die mih so sehr bewegt, hab ich aufs Fensterbrettl glegt, wo ich bald drauf die Antwort find:
Liebes Menschenkind Du verlangst a bisserl viel. Was euch fehlt, dös is a Ziel für das sich’s lohnt zu leben.
Ihr seid vom Luxus heut umgeben und da is s’Schenste nimma sche.
Denn alles, was seit eh und je für‘s Glück der Menschen wichtig war, bleibt für die Augen unsichtbar.

Werner Degenfellner | Barbara Altmüller