Die Neuapostolische Kirche Österreich

Gebietskirche Österreich aktuell

Dienste für die Praxis
28.10.2017 / Wien
Seminar für Amtsträger und Ressortverantwortliche verschiedener Dienste im Wiener Kirchenbezirk mit Apostel Philipp Burren.

Unsere Welt, permanent in Entwicklung und Veränderung stellt hohe Ansprüche an unsere Gesellschaft und jeden Einzelnen von uns. Auch vor Religion und Kirche macht diese Entwicklung nicht halt. Doch wie sieht die richtige Reaktion darauf aus.
Auf diese und weitere Fragen sollte das Seminar „Dienste für die Praxis“ Antwort und Hilfe geben. Apostel Philipp Burren lud alle priesterlichen Ämter und FunktionsträgerInnen des Wiener Kirchenbezirks am Samstag, den 28.11.2017 ein, sich diesen Herausforderungen zu stellen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Nach einer bereits stattgefundenen Veranstaltung in Salzburg, und noch zwei bevorstehenden Seminaren in Feldkirch und Linz, war nun eben Wien an der Reihe. Insgesamt werden in diesem Jahr rund 120 - 140 Ämter und FunktionsträgerInnen an diesem Seminar teilnehmen.

Als Einstieg wurde ein Bibelvers aus Johannes 15,8 näher beleuchtet: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger“. Ein Wort mit viel Interpretationsmöglichkeit und doch einer hervorstechenden Botschaft: wir alle wollen und können in unserem Amt und unserer Funktion Frucht bringen.

Amt und Dienste
Ein Review des bereits 2016 stattgefunden Seminars „Amt und Dienste“ stand als erster Punkt am Programm. Mit einem Gruppen-Brainstorming wurden positive und negative Erfahrungen des Seminars erarbeitet und Empfehlungen kurz besprochen.

Eheseelsorge
Nach einer Kaffeepause wurde das Konzept der Eheseelsorge vorgestellt. Eine profilierte und darin ausgebildete Glaubensschwester brachte Ziele und Inhalte der Eheseelsorge vor. Sie verwies im Vortrag auch auf Ansprechpartner, auf die man je nach Situation und Bedarf zurückgreifen kann. Positive Erfahrungen aus der Praxis wurden durch Wortmeldungen einiger Amtsträger bestätigt. Eine Gruppenarbeit mit Aspekten der Eheseelsorge und eventuellen Zeichen einer stabilen oder instabilen Ehe wurden gemeinsam erarbeitet und präsentiert.

Das Mittagessen in den großzügigen Räumlichkeiten des Hotels Royal Palace bot Zeit über die bereits gehörten Themen zu reflektieren.
Gestärkt ging es weiter zum Nachmittagsprogramm.

Neuausrichtung des Religionsunterrichts
Die erste Einheit befasste sich mit der Neuausrichtung des Religionsunterrichts in der Gebietskirche Österreich. Als staatlich anerkannte Kirche ist man zahlreichen gesetzlichen Vorgaben verpflichtet, doch darf man innerhalb dieser Grenzen das Wohl der Kinder nicht außer Acht lassen.
Priester Klikovits, langjähriges Mitglied in vielen Lehrausschüssen referierte über den Ist-Zustand des Religionsunterrichts und lenkte den Blick auf einen neuen Ansatz desselben. Mehr Kommunikation, bessere und intensivere Ausbildung der Lehrpersonen und Motivation von Schülern und Lehrkräften waren nur einige der Punkte. Mit einem Ausblick auf zukünftige Weiterbildungstermine des Lehrpersonals und eine Übersicht des Ausbildungsteams rundete Apostel Philipp Burren das Thema ab.
Nach einer kurzen Pause stand der letzte Punkt auf dem Programm:

Mentoring für Amtsträger
Hirte Walter Hessler, ständiger Vertreter des Kirchenpräsidenten und selbst Mentor gab Einblick in das bestens eingeführte und bewährte Mentorenprogramm der Neuapostolischen Kirche in Österreich. Mentoring bedeutet Begleitung, Unterstützung und Hilfe für neuordinierte Priester. Diese im Durchschnitt 2 Jahre dauernde Begleitung eines Amtsträgers hat sich sehr gut bewährt und soll zukünftig auch bereits erfahrenen Amtsträgern zur Verfügung stehen und eventuell auch auf andere Amtsstufen ausgeweitet werden.
Wieder in Gruppen eingeteilt, reflektierten die Amts- und FunktionsträgerInnen über ihre Erfahrungen als Mentoren bzw. Mentees. Auf Flipcharts wurden die Ergebnisse notiert und später den Anwesenden präsentiert. Als besonders schöner Aspekt kristallisierte sich die Tatsache heraus, dass auch nach Beendigung des Programms zwischen Mentor und Mentee eine Freundschaft und Verbundenheit bestehen bleibt.

Apostel Burren resümierte anschließend das Programm und dankte den Anwesenden für die aktive Mitgestaltung des Seminars.
Neu motiviert und mit geistigem und seelischen Rüstzeug versehen, machten sich die Teilnehmer auf den Nachhauseweg.


Th.Zadrazil